Wohnrechtsnovelle 2006
Wohnrechtsnovelle 2006
Mit 1. Oktober 2006 treten einige Änderungen im osterreichischen Wohnrecht ( Mietrechtsgesetzes und Wohnungseigentumsgesetz ) in Kraft.

Die wichtigsten Änderungen im "MRG" betreffen:

Die Erweiterung der Erhaltungspflicht des Vermieters um erhebliche Gefahren für die Gesundheit der bewohner des Hauses zu beseitigen (Stichwort: Bleirohre und veraltete Elektroleitungen)

Die Einführung eines Investitionsersatzanspruches auch für den Austausch einer defekt gewordenen Heiztherme oder eines defekt gewordenen Warmwasserboilers.

Allgemeine Erleichterungen bei der Geltendmachung des Investitionsersatzanspruches für vom Vormieter ausgetauschten Heiztherme oder Warmwasserboiler.

Vereinfachung der Formvorschriften bei der Mieterkündigung, es reicht künftig die schriftliche Mitteilung an den Vermieter. Eine gerichtliche Aufkündigung ist nicht mehr notwendig.

Die Einführung einer generellen Rügeobligenheit des Mieters vor einer Kategorieherabstufung wegen Unbrauchbarkeit oder gänlichem Fehlens eines Kategoriemerkmales oder einer nicht zeitgemäßen Badegelegenheit.

Bei einmalig unterbliebener Auflösung eines befristeten Vertrages nach Ablauf der vertragsdauer wandelt sich das Mietverhältnis nicht in ein unbefristets um.

Die wichtigsten Änderungen im "WEG 2002" betreffen:

Klarstellung beim Miteigentum im Todesfalle eines Eigentümerpartners.

Möglichkeit des Verkaufes des Hälfteanteils durch den Eigentümerpartner mit Zustimmung des anderen Teils.

Möglichkeit der Begründung von Wohnungseigentum an Parkwippen und Stapelparkern.

Der Verwalter hat nunmehr alle die Eigentümergemeinschaft betreffenden Ein- und Auszahlungen entweder über ein für jeden Wohnungseigentümer einsehbares Eigenkonto der Eigentümergemeinschaft oder über ein ebenso einsehbares Anderkonto durchzuführen.

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Wohnrechtsnovelle 2006 - Gesetzestext