Sockelsanierung
Sockelsanierung
Im Gegensatz zu einer Sanierung nach § 18 MRG ist die Sockelsanierung jene Sanierungsvariante, bei welcher neben normalen Erhaltungsarbeiten auch Verbesserungsarbeiten und durchgreifende Sanierungsmaßnahmen wie z.B. die komplette Sanierung auch vermieteter Wohnungen im Wege eines sogenannten "Huckepack-Verfahrens" und Dachgeschossausbauten sowie der Einbau von Liftanlagen angestrebt werden.

Dieses Verfahren ist relativ komplex jedoch tatsächlich die Königin unter den geförderten Sanierungen, da sie eine umfassende Generalinstandsetzung des gesamten Gebäudes zulässt, dies über alle Teile der Liegenschaft hinweg.

Gegenstände der Sockelsanierung können sein:

• Hausseitige Erhaltungsarbeiten (z.B. Fassadeninstandsetzung)
• Hausseitige Verbesserungsarbeiten (z.B. Lifteinbau, Stellplätze)
• Wohnungsseitige Maßnahmen (insbes. Standardanhebungen von Wohnungen)
• Arbeiten für den Dachgeschossausbau

Neben den allgemeinen Förderungsvoraussetzungen, müssen bei Einleitung einer Sockelsanierung weitere Förderungsvoraussetzungen gegeben sein:

Ein möglichst großer Anteil an wohnungsseitigen Maßnahmen ist anzustreben, wobei als solche jede Veränderung von einer niedrigen in eine höhere Wohnungskategorie gilt. Wohnungsseitige Maßnahmen können durch die Instandsetzung bestandfreier Einheiten genauso, wie durch sog. Huckepackverträge mit bestehenden Mietern verwirklicht werden. Jedenfalls aber müssen mehr als 20% der Wohnnutzfläche im Standard angehoben werden, wobei allerdings ein Dachbodenausbau als im Standard angehobene Fläche gilt.

Es ist ein ganz bestimmtes und unten näher beschriebenes Verfahren beim Stadterneuerungsfonds einzuhalten.

Das Projekt unterliegt einem sog. Punktesystem des WBSF (Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds), dass der Objektivierung der Behandlung der einzelnen Förderungsakte dienen soll. Welche erreichte Punktezahl zu einem Vorrücken des Aktes beim Fonds führt, richtet sich einerseits nach dem Anfallen an Anträgen, besonders aber auch nach den budgetären Notwendigkeiten.

Nur im Rahmen einer Sockelsanierung ist ein geförderter Dachbodenausbau möglich. Liegt das Gebäude in einem Blocksanierungsgebiet oder erneuerungsdringlichem Zählgebiet, so wird der Dachbodenausbau besser gefördert.

Der Förderungszeitraum (= Laufzeit des Förderungsdarlehens) beträgt 15 Jahre. Beachten Sie aber, dass auch eine enorme Vorbereitungsarbeit notwendig ist und diese mitunter schon 2 Jahre dauern kann.

Zu den Projekten ...
Wilhelminenstraße 47, 1160 Wien, nach der Sanierung
Wilhelminenstraße 47, 1160 Wien, vor der Sanierung